In den Jahren 1880 bis 1885 wurde die große Zechenanlage "Nordstern" in Aachen bei Alsdorf für den Bergwerksbesitzer Dr. Moritz Honigmann von Rainer Derichs erbaut. 1882 errichtete seine Baufirma den seinerzeit höchsten Kamin der Region für die Stolberger Zink AG.
Nicolaus Konertz, Vater des späteren Mitbegründers der Firma DERICHS u KONERTZ, betrieb von 1858 bis 1890 ein Baugeschäft und eine Dampf-Ringofen-Ziegelei. Durch seine Firma wurde unter anderem 1863 die Marienkirche gegenüber dem Aachener Hauptbahnhof gebaut. Darüber hinaus hat Nicolaus Konertz zusammenhängende Stadtteile am Boxgraben und in Aachen-Forst sowie zahlreiche Wohnhäuser im Frankenberger Viertel erbaut.
Die eigentlichen Gründer der Firma DERICHS u KONERTZ waren Baumeister Josef Derichs und Dipl.-Ing. August Konertz. Sie gelten als Pioniere des Stahlbetonbaus. Baumeister Josef Derichs befasste sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als leitender Mitarbeiter eines Statikbüros mit dem Thema "Eisenbeton" (heute "Stahlbeton"). Später, als junger Oberingenieur und Bauleiter, leitete er von 1904 bis 1906 den Bau des Warenhauses Leonhard Tietz AG am Aachener Markt. Dieses Kaufhaus war eines der ersten Stahlbetonbauwerke in Deutschland.
Baumeister Josef Derichs und Dipl.-Ing. August Konertz lernten sich im Aachener Ingenieurbüro Prof. Dr.-Ing. Pirlet kennen und gründeten am 01. April 1926 gemeinsam die Bauunternehmung DERICHS u KONERTZ. Der erste Auftrag des jungen Unternehmens bestand in der baulichen Konstruktion von Sprengkammern in einer Eisenbahn-Gewölbe-Brücke nahe dem Aachener Hauptbahnhof.
Anschließend konnte die Deutsche Reichsbahn, die Deutsche Reichspost, der Landschaftsverband Köln sowie die Aachener Tuchindustrie als Hauptkunden gewonnen werden.
1938 trat Dipl.-Ing. August Konertz aus dem Unternehmen aus und Dipl.-Ing. Peter Josef Derichs wurde an seiner Stelle Gesellschafter. Unter seiner Leitung wurde 1938 je eine Niederlassung in Goch am Niederrhein und in Saarlautern im Saargebiet sowie je eine Zweigstelle in Krefeld und in Monschau/Eifel gegründet.
Nach Kriegsende erfolgte 1945 die Wiederinbetriebnahme der Hauptniederlassung Aachen mit der Zweigstelle Monschau. Krefeld wurde zur Niederlassung, Goch zur Zweigstelle. Die Niederlassung Saarlautern hingegen musste infolge der Kriegsauswirkungen und der damit verbundenen jahrelangen Grenzsperrung zwischen Saargebiet und Bundesrepublik aufgelöst werden.
In den 90er Jahren unterhielt das Unternehmen eine umsatzstarke Niederlassung in Halle/Leipzig, die nach Abflauen der wiedervereinigungsbedingten Sonderkonjunktur 1999 geschlossen wurde.
Heute besteht die Firma DERICHS u KONERTZ wieder aus den zwei umsatzstarken Niederlassungen Aachen und Krefeld, die beide überregional bzw. bundesweit operieren. Zusätzlich sind diverse Tochtergesellschaften und Beteiligungsfirmen im Bauträgerbereich, im Bauzuliefersektor sowie in der Altlastenentsorgung gegründet worden.
Seit 1988 ist Dipl.-Ing., Dipl.-Kfm. Peter Herbert Derichs als Vertreter der nächsten Unternehmergeneration Geschäftsführer der Unternehmensgruppe.
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